Ui Ui Ui Ui

frei nach Brecht

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Ticketpreis:

Regulär: 10,-

Ermäßigt: 7,-

(Schüler, Studenten)

 

Tickets sind nur an der Abendkasse erhältlich

 

 

Drei Schauspieler stehen mit ausgestreckten rechten Armen am Bühnenrand und skandieren begeistert: „Hi Ui!“, hinter ihnen hängen rote Banner. „Findest du nicht, dass das alles sehr an Hitler und so erinnert?“, fragt einer der Drei besorgt, wird jedoch von den anderen sofort zum Schweigen gebracht.

 

Donald Trump, die AfD oder der Front National – aggressiv-nationalistische Stimmen werden weltweit wieder lauter. Grund genug, sich mit den Mechanismen populistischer Machtgewinnung und den Schrecken der Vergangenheit auseinanderzusetzen, um so die Demagogen von heute kenntlich zu machen und ihrem Tun entgegenzutreten. Dabei wäre es natürlich falsch, einfach Trump mit Hitler gleichzusetzen, aber ebenso falsch wäre es auch, nicht zu untersuchen, wo es Ähnlichkeiten zwischen ihnen und anderen radikalen Populisten gibt.

 

Genau das strebt die freie Bearbeitung des brechtschen Ui-Stoffes am Theater 11 an. In dem Stück „Ui Ui Ui Ui“geht es um den Aufstieg des skrupellosen Blumenverkäufers Arturo Ui, der durch Lügen, Erpressung und geschicktes Taktieren die Macht im Blumenhandel erlangt und dabei selbst vor Verrat an den eigenen Leuten nicht zurückschreckt. Gemeinsam mit seinen Helfern gelingt es ihm, aus sich eine erfolgreiche Marke zu machen und die anderen Blumenhändler unter seine Herrschaft zu zwingen.

 

Themen und Figuren des auf den Nationalsozialismus gemünzten Originalstücks, verbunden mit Zitaten von Trump und Co., lassen Gemeinsamkeiten und Unterschiede rechtspopulistischer Bewegungen früher und heute und ihren Nährboden in der Gegenwart erkennen. Letztlich steht hinter allem die Frage, wie und ob sich der Aufstieg Uis und seiner gegenwärtigen Geistesverwandten aufhalten lässt.

 

Eins ist jedoch sicher: Hitler geht immer.

 

Termine: 09./12./13.August, 19.33 Uhr

Regie: Dominic Stermann

Es spielen: Michael Alexandrovsky, Ben Gers, Klaus Hunze,

Azad Kour, Alexandra Schewelew und Maciej Tyrakowski